Die neuen Arbeitsbereiche im Rahmen von JPEG 2000 entstanden unter aktiver Mitarbeit der europäischen Delegationen zu den ISO/JPEG-Meetings. Sie fügen den grundlegenden Eigenschaften von JPEG 2000 neue Features und Möglichkeiten hinzu:
- Sicherheit
Die Absicherung von Inhalten ist eines der Hauptanliegen der Eigentümer digitaler Inhalte. Das JPEG Komitee hat den Teil 8 des Standards, JPSEC genannt, ins Leben gerufen, um Vorgänge, Inhalte und Technologien rund um JPEG 2000 abzusichern und die Erstellung, den Vertrieb und den Austausch gesicherter Inhalte in JPEG 2000-Dateien zu ermöglichen.
- Interaktivität
Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Client-Server-Kommunikation ab, wobei sowohl der Server als auch der Client den Datenstrom über ein Netzwerk je nach Anforderungen der Anwendung kontrollieren und optimieren können. Dies beinhaltet die Kommunikation über verschiedene Plattformen genauso wie die Maßnahmen zur Vermeidung und Korrektur von Fehlern bei der Übertragung, wie die Umordnung der Datenströme und die progressive Übertragung. Diese Themen werden im Teil 9 des Standards, JPIP, behandelt.
- Volumetrische Daten
Volumetrische und 3D-Bilder werden in vielen Anwendungen in Medizin (wie bei der CT - Computertomografie), Biologie, Geologie und im künstlerischen Bereich (z.B. für Skulpturen und Objekte) benötigt. Der neue Teil 10, JP3D, beschäftigt sich mit diesem Thema.
- Wireless
Übertragungsfehler in gestörten (verrauschten) Kanälen können die Qualität eines übertragenen Bildes stark mindern oder seine korrekte Decodierung verhindern. Als Beispiel seien hier Bildübertragungen in Funknetzen wie GPRS, UMTS, DRM (Digital Radio Mondiale), WLAN und andere genannt. Mit dem Teil 11 des Standards, JPWL, wird auch dieses Themengebiet abgedeckt.
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